Welche Divella-Pasta passt zu welchem Gericht? Kurz gesagt: Für Tomatensauce, Aglio e Olio und Carbonara nimmst du die Spaghetti Ristorante N.8, für Pesto und Meeresfrüchte die Linguine N.14. Ein kräftiges Ragù oder eine Ricotta-Sauce schmeckt besonders gut mit den gewellten Mafaldine N.81. Für Arrabbiata und Nudelauflauf greifst du zu Penne Ziti Rigate N.27, für Pastasalat und Gemüsesaucen zu Fusilli N.40. Und wenn es draußen kalt wird und ein Topf Pasta e fagioli auf den Herd kommt, sind die kleinen Ditali N.61 genau richtig.
Divella ist eine Familienmarke aus Rutigliano bei Bari in Apulien, die 1890 gegründet wurde. In Italien steht sie in fast jedem Supermarktregal und ist für viele Familien die Pasta für jeden Tag: unkompliziert, verlässlich, mit gutem Biss. In diesem Ratgeber zeigen wir dir die sechs Divella-Formate, die du bei uns bekommst, und was du in der italienischen Küche daraus kochst.
Divella-Formate im Überblick: Welches Gericht zu welcher Nummer?
Wie viele italienische Hersteller gibt Divella jedem Format eine feste Nummer, die vorne auf der Packung steht. Das ist praktisch beim Nachkaufen: Wenn dir die Linguine N.14 einmal gefallen haben, findest du sie über die Nummer jederzeit wieder. Die Tabelle ordnet die sechs Formate den Gerichten zu, für die sie in Italien typischerweise verwendet werden.
| Format | Form | Passt zu |
|---|---|---|
| Spaghetti Ristorante N.8 | lang, rund | Pomodoro, Aglio e Olio, Carbonara, Puttanesca |
| Linguine N.14 | lang, flach | Pesto, Spaghetti alle vongole, Zitronen-Sauce |
| Mafaldine N.81 | breites Band mit gewelltem Rand | Ragù, Ricotta-Saucen, Pilze |
| Penne Ziti Rigate N.27 | Röhre mit Rillen und schrägem Schnitt | Arrabbiata, Amatriciana, Pasta al forno |
| Fusilli N.40 | Spirale | Pastasalat, Gemüsesaucen, Pesto |
| Ditali N.61 | kleine, kurze Röhrchen | Pasta e fagioli, Pasta e ceci, Minestrone |
Die Tabelle ist eine Orientierung, keine feste Regel. Auch in Italien kocht jede Familie ein bisschen anders. Probier ruhig aus, welche Kombination dir am besten schmeckt.
Lange Pasta: Spaghetti Ristorante N.8 und Linguine N.14
Die Spaghetti Ristorante N.8 sind das Allround-Format für den Alltag. Eine schnelle Sauce aus Passata, Knoblauch und Basilikum, Spaghetti aglio, olio e peperoncino nach einem langen Tag oder eine Carbonara mit Eigelb, Pecorino und Guanciale: Bei all diesen Gerichten legt sich die Sauce gleichmäßig um jeden Faden. Wichtig ist bei langer Pasta vor allem eines: Gib die Spaghetti kurz vor Ende der Kochzeit in die Pfanne zur Sauce und schwenke sie mit etwas Nudelwasser. Die Stärke im Wasser bindet die Sauce und macht sie cremig.
Die Linguine N.14 sind flache Spaghetti. Durch ihre Form haben sie mehr Oberfläche, an der leichte, ölige Saucen haften bleiben. Deshalb sind sie in Ligurien die klassische Wahl für Pesto alla genovese und an der ganzen Küste für Meeresfrüchte, etwa Linguine alle vongole. Auch eine einfache Sauce aus Olivenöl, Zitronenschale und Parmigiano passt sehr gut.
Mafaldine N.81: das gewellte Band für Ragù und Ricotta
Die Mafaldine N.81 sind das besondere Format in diesem Überblick. Es sind breite Bänder mit zwei gewellten Rändern. Die glatte Mitte bleibt bissfest, während die Wellen etwas weicher werden und die Sauce in jeder Falte festhalten. In Süditalien isst man sie gern mit einem langsam geschmorten Ragù aus Tomate und Fleisch, mit einer Sauce aus Ricotta, Parmigiano und schwarzem Pfeffer oder mit gebratenen Pilzen.
Ein Tipp für die Zubereitung: Mafaldine sind breiter als Spaghetti und brauchen einen großen Topf mit reichlich Wasser, damit die Bänder nicht aneinander kleben. Rühre in den ersten zwei Minuten ein paar Mal um, danach kochen sie von allein gleichmäßig.
Wusstest du? Die Mafaldine sind nach Prinzessin Mafalda von Savoyen benannt, einer Tochter des italienischen Königs Vittorio Emanuele III. In manchen Regionen heißt dasselbe Format auch „Reginette“, also „kleine Königinnen“.
Kurze Pasta: Penne Ziti Rigate N.27 und Fusilli N.40
Die Penne Ziti Rigate N.27 sind Röhren mit Rillen und schräg geschnittenen Enden. Die Rillen halten Tomatensaucen gut fest, und in die Röhre läuft die Sauce hinein. Damit sind sie ideal für eine scharfe Arrabbiata, eine Amatriciana mit Guanciale und Pecorino oder eine Pasta al forno: Penne vorkochen, aber zwei Minuten vor Ende abgießen, mit Sauce und Käse in die Form geben und im Ofen fertig garen. So bleiben sie auch nach dem Backen bissfest.
Wusstest du? „Ziti“ kommt aus dem Neapolitanischen, wo „zita“ die Braut bedeutet. Die langen Ziti-Röhren wurden traditionell zu Hochzeiten mit Ragù serviert. Penne Ziti sind die kurze, schräg geschnittene Variante in dieser Röhrenstärke.
Die Fusilli N.40 sind Spiralen, in deren Windungen kleine Stücke hängen bleiben. Deshalb sind sie die erste Wahl für Pastasalat mit Kirschtomaten, Oliven und Mozzarella, für Saucen mit klein geschnittenem Gemüse wie Zucchini oder Paprika und für Pesto. Fusilli lassen sich gut vorkochen und kalt servieren, sie bleiben in Form und werden nicht matschig.
Ditali N.61: die kleine Pasta für Suppen und Eintöpfe
Die Ditali N.61 sind kurze, kleine Röhrchen. Der Name bedeutet ungefähr „Fingerhütchen“. Sie sind für Gerichte gemacht, die man mit dem Löffel isst: Pasta e fagioli mit Borlotti-Bohnen, Pasta e ceci mit Kichererbsen und Rosmarin oder ein Minestrone mit Herbstgemüse. In Süditalien kocht man die Ditali oft direkt in der Suppe, damit die Stärke die Brühe sämig macht.
So gelingt es: Bohnen oder Kichererbsen mit Zwiebel, Sellerie, Knoblauch und etwas Tomate anschmoren, mit Wasser oder Brühe aufgießen, einen Teil davon pürieren und dann die Ditali hineingeben. Ab und zu umrühren und bei Bedarf etwas heißes Wasser nachgießen. Am Ende einen Schuss gutes Olivenöl darüber, fertig. Ein ähnliches Prinzip steckt hinter unserem Rezept für Pasta e patate.
So kochst du Divella-Pasta richtig
Ein paar einfache Regeln machen den Unterschied, egal welches Format du wählst:
- Viel Wasser: Rechne mit etwa einem Liter Wasser pro 100 g Pasta. So sinkt die Temperatur beim Hineingeben kaum, und die Nudeln kleben nicht.
- Salz erst ins kochende Wasser: Etwa 10 g Salz pro Liter, ein Öl im Wasser brauchst du nicht.
- Kochzeit von der Packung als Richtwert: Probier eine Minute vorher. Al dente heißt, die Pasta hat in der Mitte noch einen leichten Kern.
- Nudelwasser aufheben: Eine Tasse davon bindet jede Sauce und macht sie geschmeidig.
- In der Pfanne fertigziehen: Pasta und Sauce zusammen kurz schwenken, statt die Sauce oben drauf zu geben.
Für die Sauce lohnt sich eine gute Tomate. Welche Sorte du wofür nimmst, liest du in unserem Ratgeber Passata, Polpa oder Pelati.
Häufige Fragen
Woher kommt die Pasta von Divella?
Divella ist ein Familienunternehmen aus Rutigliano in der Provinz Bari in Apulien. Gegründet wurde es 1890.
Woraus besteht Divella-Pasta?
Italienische Trockenpasta wie die Formate von Divella wird aus Hartweizengrieß und Wasser hergestellt. Die genauen Angaben findest du auf jeder Packung.
Was bedeuten die Nummern auf der Packung?
Die Nummer kennzeichnet das Format, etwa N.8 für die Spaghetti Ristorante oder N.81 für die Mafaldine. So findest du dein Lieblingsformat beim Nachkaufen schnell wieder.
Welche Divella-Pasta passt zu Pasta e fagioli?
Die Ditali N.61. Sie sind klein genug für den Löffel und geben beim Kochen in der Suppe Stärke ab, die das Gericht schön sämig macht.
Wie viel Pasta rechne ich pro Person?
Als Hauptgericht etwa 100 bis 125 g pro Person, als Vorspeise nach italienischer Art etwa 80 g. In Suppen wie Pasta e fagioli reichen 50 bis 70 g.
Fazit: sechs Formate für die ganze italienische Alltagsküche
Mit den sechs Divella-Formaten deckst du fast alles ab, was in Italien unter der Woche auf den Tisch kommt: Spaghetti und Linguine für schnelle Saucen, Mafaldine für das Sonntags-Ragù, Penne und Fusilli für Ofen und Pastasalat und Ditali für den großen Suppentopf. Wenn du nur ein Format ausprobieren willst, das du vielleicht noch nicht kennst, nimm die Mafaldine. Und für die kalten Wochen, die jetzt kommen, gehört eine Packung Ditali in jede Vorratskammer.